Monat: Dezember 2017

Aside

Karlheinz Schäfer / Zur Person 

Geboren 1941 in Kaiserswalde/Nordböhmen (heute Tschechien). Wichtige Prägungen: böhmisches Elternhaus, Landschaft und Lehrer im Sächsischen, erste Künstlergemeinschaft auf Schloss Scharfenberg bei Meißen, Begegnung mit ausgegrenzten Künstlern und deren Arbeiten.

1956/61 Ausbildung zum Porzellanmodelleur in der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen, Studium (Plastik) an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, ab 1967 Meisterschüler für Plastik bei Fritz Cremer an der Akademie der Künste in Ostberlin. Von 1970 an freiberuflich in Berlin.

In den siebziger Jahren einer der wichtigen Vertreter der Avantgarde in der DDR, zeitweilige Berührung und Zusammengehen mit deren anderen Protagonisten und Unterstützung durch einstige Förderer dieser inoffiziellen Kunstszene.

Seither – bis auf eine Gastprofessur an der Hochschule der Künste Berlin in den Jahren 1998/99 – zurückgezogenes Arbeiten in Berlin und seit 1997 auch auf dem Lande, nahe Naumburg a. d. Saale.

alle Bilder ©DDG

Aside

Dante Alighieri (1265-1321) schuf mit der »Göttlichen Komödie« eines der großen Werke der Weltliteratur. Er schildert darin eine visionäre Wanderung durch die drei Jenseitsreiche: Hölle, Fegefeuer und Paradies. Dabei sind Landschaften, Orte und Un-Orte wortgewaltig und bildhaft beschrieben.

Die Vorlagen für seine Schilderungen fand er auf seinen eigenen Reisen durch Italien. 1302 war er zu lebenslanger Verbannung verurteilt worden. Bis zu seinem Tod 1321 war Dante auf der Flucht durch seine Heimat und dichtete während dieser Zeit fortwährend an der »Göttlichen Komödie«.

Der vielfach preisgekrönte Fotograf Pitt Koch folgte über zehn Jahre hinweg Dantes Spuren durch Italien. Die dabei entstandenen Fotos visionieren eindrucksvoll die Orte der »Göttlichen Komödie«. Auf Sizilien fand er Dantes Höllen-Schmiede, den Ätna. Die Meerenge von Messina fotografierte er als den Ort, an dessen ewiger Brandung die Geizigen und Verschwender harren müssen.

Die jeweils passenden Zitate aus der »Göttlichen Komödie« begleiten die Fotos. So ist »Dantes Italien« zugleich eine Hommage an Dantes Heimat und an dessen Text.

Der Münchner Fotograf und Dokumentarfilmer Pitt Koch (1934-2009) lebte jahrzehntelang in Italien; zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Bundesfilmpreis, der Goldene Bär von Berlin, die Curt Oertel Medaille und der Grimme-Preis in Gold.

Bettina Koch, Jg. 1969, ist Kulturjournalistin und Autorin. Sie studierte Linguistik und Mediävistik, war Redaktionsleiterin bei Spiegel Online und Textchefin bei Vogue. Sie begleitete Pitt Koch auf mehreren seiner Dante-Motivreisen und verwaltet das fotografische Erbe ihres Vaters.

Günther Fischer, Jg. 1960, studierte Literaturwissenschaft, war lange Jahre Kulturchef der Zeitschrift »Bunte«, arbeitete als Kultur-, Literatur- und Musikkritiker für verschiedene Tageszeitungen und Magazine und veröffentlichte CD-Compilations.
Sprach- und Literaturwissenschaftler Dr. Fritz Glunk arbeitete für das Goethe-Institut in Rangun, Paris und Casablanca. Seit 1986 ist er als Schriftsteller und Publizist tätig und gibt die „Gazette“ heraus. Zu seinen Veröffentlichungen zählen Übersetzungen von James Fenimore Cooper und Jules Verne sowie Biografien und Werkdarstellungen, u.a. zu Dante Alighieri.

Aside

Weitere Illustratoren

 

Monika Beisner

geb. 1942 (Hamburg); Illustrationen zu allen 100 Gesängen der Divina Commedia

Link zum Eintrag bei Wikipedia (hier)

 

Pitt Koch

Pitt Koch (1934-2009)

Inspirationen zur Divina Commedia (Link)

Sein langjähriger Aufenthalt in Italien wird im neu erschienenen Bildeband des Münchner Fotografen und Dokumentarfilmers Pitt Koch zu einem Streifzug durch Dantes Welt. Seine Bilder geben mögliche Inspirationsquellen für die Göttliche Komödie wieder, die von Texten aus Dantes Werk begleitet werden.

 

Gabriele Stieghorst

Gabriele Stieghorst – Giganten

Die Göttliche Komödie von Dante in Skulpturen, Bildern und Installationen

Hier finden Sie einen Überblick über die ausgestellten Werke (Link), eine Beschreibung zur Finissage vom Donnerstag, 02. April 2015, 19:00 Uhr (Link) und weitere Impressionen aus dem Dante-Werk der Künstlerin (Link)

Aside

Aside

Aside

Aside

Aside

Aside