Mit der denkwürdigen Anrufung an Vergil zu Beginn der Göttlichen Komödie – „Tu se’ lo mio maestro e ’l mio autore” – erhebt Dante Vergil zu seinem Lehrer und Ausgangspunkt für den Beginn seines Schreibens. Zugleich stellt sich Dante selbst in der Commedia als Autor und Lehrer für die nachfolgenden Generationen dar. Die Publikation von Maria Antonietta Terzoli versammelt Aufsätze, die sich mit der Commedia befassen, sowie Aufsätze über Schriften, für die Dante ein unverzichtbarer Lehrer ist: implizites oder explizites Vorbild für Werke, die in ständigem Dialog mit der Commedia stehen. Welche künstlerischen Produktionen könnten die Kunstwerke des Purgatorio inspiriert haben? Lässt sich in den Reliefs des Hochmuts eine programmatische Aporie erkennen, die dem Leser eine Übung in kognitiver Demut auferlegt? Sind in den ersten Worten, die Beatrice an Dante richtet, der Titel des Gedichts und die Unterschrift des Autors enthalten? Der zweite Teil des Buches untersucht den Einfluss von Dantes Lehre auf Petrarca und Boccaccio. Wo lässt sich Dantes Identität in den Trionfi erkennen? Gibt es Anspielungen auf die Commedia in Boccaccios Decameron?
Maria Antonietta Terzoli
Dante maestro e autore
Ipotesi critiche su Commedia, Trionfi, Decameron
Carocci: 2025

