Jahrestagung

Die Jahrestagung der Deutschen Dante-Gesellschaft ist neben dem Dante-Jahrbuch das wichtigste Forum für die Begegnung von Wissenschaftlern, Künstlern und Dante-Freunden.

Die Jahrestagungen finden an wechselnden Orten statt. Sie zielen inhaltlich auf ein interdisziplinäres Vortragsprogramm ab, das sich literarischen, linguistischen, historischen, philosophischen, kunst- und musikgeschichtlichen, kultur- und rezeptionsgeschichtlichen sowie anderen Problemen widmet, denen eine über die Dante-Interpretation hinausgehende, grundsätzliche Bedeutung zukommt.

Die Vorträge der Jahrestagungen sind für Jeden offen, interessierte Gäste, die nicht Mitglieder sind, sind immer herzlich willkommen.

Kommende Jahrestagung

Die 97. Jahrestagung der Deutschen Dantegesellschaft findet vom 22. bis 24.10.2021 in Göttingen statt.

Das Rahmenthema ist „Dante lesen – deutsche Beiträge aus 200 Jahren“

Den Ankündigungstext finden Sie hier:Ausschreibung Göttingen 21

 

 

Schreiben des Vorstandsvorsitzenden an die Mitglieder zur diesjährigen Jahrestagung:

Liebe Mitglieder der Deutschen Dante-Gesellschaft,

in wenigen Wochen werden Sie die Einladung zur Jahrestagung 2021 erhalten. Wie Sie bereits wissen, findet die Tagung vom 22. bis 24. Oktober unter dem Rahmenthema „Dante lesen. Deutsche Beiträge aus 200 Jahren“ in Göttingen statt. Sie erhalten diese Nachricht jedoch schon jetzt vorab, damit Sie, falls Sie zum Tagungsort anreisen möchten, rechtzeitig Ihre Unterkunft buchen können.

Die federführende Organisatorin in Göttingen, Frau Prof. Dr. Franziska Meier, hat in mehreren Hotels Abrufkontingente für Einzel- und Doppelzimmer reservieren können. Zum Teil haben die Hotels die Reservierungsfrist jedoch recht früh terminiert. Daher bitten wir Sie, sich anhand der beigefügten Hotelliste gegebenenfalls schon bald um eine Unterkunft zu bemühen.

Damit Sie ebenfalls schon jetzt wissen, was Sie in Göttingen erwartet, hänge ich auch den Programmverlauf nach dem jetzigen Stand der Planung an.

 

Mit herzlichen Grüßen

Rainer Stillers

Der Vorstand der Deutschen Dantegesellschaft legt größten Wert auf die Sicherheit und Gesundheit seiner Mitglieder.
Daher wurde beschlossen, die für Jena geplante Jahrestagung 2020 auf das Jahr 2022 zu verschieben!
Hier finden Sie im Schreiben Vorsitzender DDG eine Stellungnahme des Vorsitzenden, welche die Mitglieder gesondert auch nochmal per E-Mail erhalten werden.
Zur Jubiläumstagung 2021 erhalten Sie ebenfalls gesondert Informationen.

 

 

BITTE BEACHTEN:

Die Jahrestagung der Deutschen Dantegesellschaft 2020 wird auf das Jahr 2022 verschoben.

Das Rahmenthema ist „Dante und die Stadt. Kommunale Kultur und literarische Öffentlichkeit.“

Ort: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Universitätshauptgebäude, Fürstengraben 1, Hörsaal 024 (kurzfristige Änderungen vorbehalten)

Das Exposé zum Thema der Tagung finden Sie hier (DDG_2020_Exposé)

 

 

 

Die 96. Jahrestagung der Deutschen Dantegesellschaft fand vom 25. bis 27. Oktober 2019 in Potsdam/Berlin statt.

Rahmenthema war „Die vier Elemente und ihre Kodierung in Dantes Commedia“(Tagung_DDG_Plakat_1506)

Die 95. Jahrstagung fand vom 26. bis 28. Oktober 2018 in Hamburg statt.

Lesen Sie (hier) den Kurzbericht.

Dante und die Pop-Kultur
Ankündigung der Jahrestagung der Deutschen-Dante-Gesellschaft,

Hamburg 2018

Dantes Göttliche Komödie ist ein Stück Weltliteratur, das seit seiner Entstehung im 14. Jahrhundert bis heute in intermedialen Ausdrucksformen kommentiert, ediert und neumodelliert wird. Dies gilt von den frühen Codices, welche den Text mit Bildprogrammen illustrieren, bis hin zu den Pop-Kulturen des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts, die den poema sacro meist in hybriden Formen zu unterschiedlichsten Zwecken aktualisieren. Eine wesentliche Voraussetzung dafür liefert der Text aus dem 14. Jahrhundert eigens, indem er das Paradigma einer christlichen Jenseitsordnung in einer bildhaften Sprache ausgestaltet, welche spätere Muster und Formen der Wahrnehmung und der Repräsentation von Wirklichkeit vorwegzunehmen scheint. Prominent haben dies vor langer Zeit die Arbeiten von Erich Auerbach gezeigt. In jüngerer Vergangenheit knüpft eine Vielzahl von Forschungsbeiträgen daran an und untersucht, in welchen Formen die produktive Aneignung der Commedia in Handschriften, Kommentaren, Literatur, Kunst, Film über die Jahrhunderte verläuft.

Dabei sind vermehrt auch solche Transformationen des Danteschen Weltgedichts in den Blick geraten, die weniger textbezogen sind und die das Dantesche Material in heterogener Weise
aufgreifen, um es für die Modellierung zeitgenössischer Problemlagen fruchtbar zu machen. Die internationale Pop-Kultur der Postmoderne bietet für solche Metamorphosen der Commedia ein weites Untersuchungsfeld. Man denke zum Beispiel an Comics, Graphic Novels, Pop-Musik oder Formen des (experimentellen) Films sowie der bildenden Kunst aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Sie werfen implizit zwei Fragen auf: Zum einen die danach, inwieweit sich die Beobachtung textferner Metamorphosen der Commedia historisieren lässt. Zum anderen ist zu fragen, ob es heute so etwas wie eine globale Dante-Kultur gibt, in der der Dichter und sein Werk als Katalysator bald spannungsreicher, bald konvergierender Diskussionen fungiert.

(Michael Schwarze)

Zum Programm bitte (hier) klicken.